Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis in Berlin-Moabit
Auf dem Gelände
des ehemaligen Zellengefängnisses Moabit entstand eine Parkanlage,
die gleichzeitig Gedenkort und nutzbarer Park für die Bevölkerung
ist.
Grundlage der Gestaltung war die Geschichte des Ortes seit dem Bau des
Zellengefängnisses vor über 150 Jahren. Überall auf dem
Gelände sind Relikte der früheren Nutzungen zu entdecken.
In Zusammenarbeit mit Anwohnern, v.a. auch Kindern und Jugendlichen, konnte
eine Parkanlage entstehen, die mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis
2007 ausgezeichnet wurde.
Im September 2007 erhielt das Projekt den 1.Preis des daylight spaces
award 2007 - international achitecture and design competition aufgrund
der besonderen Nutzung des Tageslichtes als dramaturgisches Gestaltungsmittel
in Verbindung mit dem Thema des Parkes.
Leistungsbild: 1-9 HOAI
Planung: 1990-2006
Bauzeit: 2003-2006
Baukosten: 3,1 Millionen Euro
Fläche:3 ha
Lageplan mit Standorterläuterungen
zum downloaden (1008 kb)
english version
Tektonische Abdrücke und Erhebungen
in der ebenen Rasenfläche zeichnen den Grundriss des Gefängnisgebäudes
nach.
Eine neue Parkanlage in unmittelbarer
Nachbarschaft zum Berliner Hauptbahnhof.
Fragment des Gedichtes "In Fesseln"
von Albrecht Haushofer an der restaurierten Gefängnismauer, das er
während seiner Gefangenschaft im Winter 1944/45 im Zellengefängnis
schrieb.
Das Eingangsbauwerk an der Invalidenstraße
schiebt sich als "Schleuse" durch die alte Mauer. Ausblick und
Einblick werden durch eine Betonwand blockiert.
Die rahmenartige Betonkonstruktion wird gitterartig vom Tageslicht durchdrungen.
Blick vom Eingang Invalidenstraße
über den ehemaligen Zellenflügel D in Richtung Panoptikum.
Blick in den Park auf die freien Rasenflächen
über den ehemaligen Zellenflügel D
Panoptikum
Standort des ehemaligen zentralen Überwachungsraumes des Gefängnisgebäudes
Nachempfindung einer Zelle in Originalgröße
als begehbare Skulptur mit Klanginstallation
Interpretation eines ehemaligen Spazierhofes
für den Hofgang der Gefangenen. Die Betonkreise deuten die Mauern
an, die die Gefangenen auch während des Hofganges voneinander isolierten.
Auf Informationstafeln an den Eingängen
werden die Geschichte des Zellengefängnisses und die Gestaltung des
Geschichtsparkes erläutert.
Text und Bilder der Informationstafeln sind für eine geringe Schutzgebühr
als DIN-A3-Faltblatt in unmittelbarer Nähe des Geschichtsparks
erhältlich:
Berliner Stadtmission
Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Straße 68
10557 Berlin